Plenardebatte : Kommentar über die Brände im Amazonasgebiet

Die heutige Plenardebatte über die Brände im Amazonasgebiet kommentiert Anna Cavazzini, Mitglied der Grünen/EFA-Fraktion im Europäischen Parlament:

„Die Europäische Kommission muss auf die wachsenden Proteste reagieren und das EU-Mercosur-Abkommen stoppen. Die EU-Kommission muss sicherstellen, dass Lieferketten frei werden von illegaler Abholzung, Ausbeutung und Menschenrechtsverletzungen. Das Mercosur-Abkommen soll den Rindfleischexport weiter ankurbeln und gefährdet die grüne Lunge im Amazonasgebiet. Wir brauchen internationale Handelsabkommen mit hohen und einklagbaren Nachhaltigkeitsstandards für Menschenrechte, Umwelt und Klima und scharfen Sanktionsmechanismen.

Der Vorstoß Frankreichs, Finnlands, Irlands und Luxemburgs und immer mehr kritische Stimmen im Europäischen Parlament lassen das Abkommen wackeln. Die Bundesregierung sollte sich dem Druck auf den brasilianischen anschließen und den Hebel wirtschaftlichen und politischen Drucks nutzen.“

Hintergrund:

Die Grünen/EFA-Fraktion hatte eine Resolution des Europäischen Parlaments gefordert, konnte sich jedoch nicht durchsetzen.

Mit rund 80.000 Bränden zwischen Januar und August 2019 stieg die Zahl um 83 Prozent im Vergleich zum Jahr 2018. Die sprunghaft angestiegene Zahl der Feuer im größten Regenwald der Welt fällt in die Amtszeit des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro und den Aufstieg Brasiliens zum weltweit größten Rindfleischexporteur.

Plenardebatte mit Anna Cavazzini heue (Dienstag, 17. September) ab etwa 16 Uhr live verfolgen:

https://www.europarl.europa.eu/plenary/de/home.html

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