Aus vom Verbrenner-Aus – EU-Kommission verspielt auf Druck von CDU/CSU die Zukunft des Autolands Sachsen

Auf Druck von CDU/CSU hat die Europäische Kommission im heute vorgestellten Autopaket die Abkehr vom Aus für den Verbrenner-Motor vorgeschlagen. Zukünftig soll volle Fahrt voraus für E-Mobilität auf 90 Prozent eingedampft werden, statt wie bisher vereinbart ab dem Jahr 2035 voll auf E-Mobilität zu setzen. Das könnte bedeuten, dass fast jeder zweite ab dem Jahr 2035 zugelassene Neuwagen weiterhin mit einem Verbrennungsmotor ausgestattet sein wird. Das kommentiert die sächsische Grüne Europaabgeordnete Anna Cavazzini:

„Mit dem Festhalten am Verbrenner baut die EU-Kommission auf Druck von CDU/CSU Planungssicherheit ab und blockiert wichtige Investitionen in die Zukunft unserer Automobilindustrie. Das stellt nicht nur die Klimaneutralität der EU ab 2050 in Frage, sondern gefährdet auch die Wettbewerbsfähigkeit der sächsischen Industrie. Dieses Hin und Her verunsichert Verbraucherinnen und Verbraucher vor der Anschaffung eines Neuwagens.

 

Das Zurückrudern der EU-Kommission auf Druck der Konservativen ist ein Riesenfehler. Statt auf Zukunftstechnologien zu setzen, zieht die EU-Kommission die Handbremse und wirft die europäische Autoindustrie damit aus dem Rennen um den weltweiten Spitzenplatz. Geht es nach dem Vorsitzenden der Konservativen Manfred Weber, bleibt China auf der Überholspur globaler Wettbewerbsfähigkeit. Dieser faktenlose Kulturkampf gegen das Elektroauto gefährdet auch die Zukunft des Autolands Sachsen.“