Mehr unsichere Produkte im Binnenmarkt gemeldet denn je – Europäische Marktüberwachung überfällig
Heute hat die Europäische Kommission den jährlichen Bericht zum Safety Gate Portal veröffentlicht, in dem unsichere Produkte europaweit gemeldet werden können, sodass nationale Behörden Maßnahmen zum Verbraucherschutz ergreifen können. Die Ergebnisse kommentiert Anna Cavazzini, Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz:
„Giftige Chemikalien in Kosmetika, Erstickungsgefahr beim Spielzeug und Rauchentwicklung bei Elektrogeräten sind eine Gefahr für Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine Rekord-Anzahl von Meldungen dieser Art sind im vergangenen Jahr im EU-Portal für unsichere Produkte eingegangen. Das zeigt: Um die hohen europäischen Sicherheitsstandards auf dem Binnenmarkt auch durchzusetzen bleibt noch viel zu tun. Zwar ist es eine gute Nachricht, dass auch immer mehr nationale Marktüberwachungsbehörden auf diese europaweit gesammelten Meldungen reagieren. Allerdings wäre ein europäischer Ansatz, Sicherheitsstandards durchzusetzen noch effektiver. Daher fordere ich die Kommission auf, mit einer neuen europäischen Marktüberwachungsbehörde einen risikobasierten Ansatz zu verfolgen: Schwarze Schafe, die hormonschädliche Gifte in Parfüms auf den Markt bringen, brauchen mehr Kontrolle und Konsequenzen als die Marktteilnehmer, die sich an unsere Regeln halten. So können wir die zur Verfügung stehenden Ressourcen zum Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher gezielt und wirksam einsetzen.“
