Pressemitteilung: EU-Kommission verhängt Geldstrafe gegen Temu
Gerade hat die EU-Kommission eine Geldstrafe von 200 Millionen Euro gegen Temu wegen Mängeln bei der Risikobewertung im Rahmen des DSA verhängt.
Die Vorsitzende des Ausschusses für Binnenmarkt und Verbraucherschutz, Anna Cavazzini, kommentiert:
Endlich zieht die EU-Kommission Konsequenzen gegen den systematischen Bruch von EU-Recht durch Temu. Das zeigt: Der Digital Services Act kann wichtige Fortschritte beim Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher erzielen. Aber die Länge des Verfahrens macht auch deutlich, dass die Implementierung der rasanten Entwicklung im E-Commerce Sektor hinterherhinkt. Weiterhin landen täglich Millionen Produkte in europäischen Haushalten, vorbei an Kontrollen und oft unter Missachtung europäischer Sicherheits-, Umwelt- und Verbraucherschutzstandards.
Es braucht deshalb zusätzliche Instrumente wie den Digital Fairness Act und eine starke europäische Marktüberwachung, um die Mega-Plattformen endlich einer echten Kontrolle zu unterziehen. Auch die Zollreform wird konkrete Verbesserungen bringen. E-Commerce Plattformen dürfen sich nicht länger hinter intransparenten Lieferketten und fehlender Verantwortung verstecken. Wer am europäischen Markt Milliarden verdient, muss auch europäische Regeln einhalten.
Hintergrundinformationen:
Mehr Informationen zur Risikobewertung der EU-Kommission finden Sie hier: https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_26_1178 .
