Anna Cavazzini bei der Petitionsübergabe

Anna Cavazzini bei der Petitionsübergabe. Foto: Stefan Krabbes. Für Presserveröffentlichungen freigegeben.

Pressestatement zur Petitionsübergabe gegen Tagebau-Ausbau in Turów an das Europäische Parlament

Heute nahm der Petitionsausschuss des Europaparlaments eine Petition mit über 10.000 gesammelten Unterschriften gegen den Ausbau des Braunkohletagebaus Turów entgegen. Auch die sächsische Europaabgeordnete na Cavazzini war bei der Übergabe anwesend und tauschte sich mit den Petenten aus.

Dazu erklärt Anna Cavazzini, BÜNDNISGRÜNE-Europaabgeordnete aus Sachsen:

„Bereits in der nächsten Sitzung des Petitionsausschuss am 16. und 17. März 2020 wird die Petition behandelt. Die Zeit drängt, denn eine Erweiterung des Tagebaus hätte schwerwiegende Konsequenzen in der Region: 30.000 Menschen vom Verlust des Trinkwassers bedroht.


Ein kürzlich veröffentlichtes Briefing des Centre for Research on Energy and Clean Air (CREA) vom Dezember 2019 schätzt die gesundheitlichen Auswirkungen auf 120 vorzeitige Todesfälle im Jahr 2017, von denen 80 außerhalb Polens auftraten.

Das Kraftwerk Turów emittierte 2017 über 330 kg Quecksilber, von denen über 100 kg in die Land- und Süßwasser-Ökosysteme der Region gelangten. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Abbaumengen ab 2020 fast verdoppeln werden, und der neue Kraftwerksblock wird die Quecksilber- und Staubemissionen in der Tschechischen Republik und in Deutschland erhöhen.

Für mich steht fest, dass der Weiterbetrieb des Bergwerks und des Kraftwerks Turów bis 2044 mit der EU-Klimaneutralität im Jahr 2050 und dem Grünen Deal der EU nicht vereinbar sind.“


Hintergrund:
In der Grenzstadt Turów beantragt der polnische Energieversorger PGE die Ausdehnung und Verlängerung eines Braunkohletagebaus mit weitreichenden Folgen für Sachsen und die Tschechische Republik. Dagegen hat die tschechische Regionalbehörde in Liberec zusammen mit 10 Gemeinden und Greenpeace Tschechien am 26.11.2019 eine Petition eingereicht, die von über 10.000 Europäerinnen und Europäern unterstützt wurde. Am 19.02. wurde in Brüssel im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments entschieden, dass die Petition gegen den Ausbau des Tagebaus in Túrow im Eilverfahren behandelt wird.

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